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U.D.O.

Wir begrüßen wieder mal einen alten Bekannten - Udo Dirkschneider und ...

Wir begrüßen wieder mal einen alten Bekannten - Udo Dirkschneider und seine Kapelle U.D.O. Das bedeutet garantiertes Metalvergnügen. U.D.O. haben ein neues Album im Gepäck und bringen auch noch zwei Vorgruppen mit. Diese werden natürlich so schnell wie möglich bekannt gegeben.

U.D.O.s neuer Metal-Vorschlaghammer, "Steelhammer", ist der wohl lauteste Beweis dafür, dass auch ein Rock-Veteran noch mit taufrischen Tricks aufwarten kann

Weit über zwei Jahrzehnte dauert die U.D.O.-Ära inzwischen an. Begonnen hat sie im Jahr 1987 als Udo Dirkschneider bei ACCEPT heraus komplimentiert wurde und mit U.D.O. seine eigene Band ins Leben rief, die sich längst – und völlig ungeachtet der Besetzungswechsel, die es immer mal gab – zu einem der markantesten Trademarks der internationalen Rockszene etabliert hat. Seine Stimme ist und bleibt unverkennbar. Wohl keine andere Stimmfarbe dieser Welt bringt eine so straighte und unverwüstliche Attitüde mit wie die seine – „balls to the wall“ eben. Egal ob mit der 87er Debüt Animal House, der Shred-Attacke Timebomb (1991), dem old-schooligen Holy (1999) oder dem etwas moderner anmutenden Mastercutor im Jahr 2007, U.D.O. gelten als eine DER Institutionen der härter musizierenden Musikwelt und zeigen sich dabei traditionell und wandelbar zugleich. So auch mit dem neuesten Streich Steelhammer. Ein neues U.D.O. Kapitel beginnt mit dem Album, ohne dabei auf urtypische Trademarks zu verzichten.

Steelhammer ist die ultimative „back to the roots“-Platte, die logischste aller Fortsetzungen in der Geschichte U.D.O.s. Der Ausstieg des langjährigen Gitarristen und Produzenten Stefan Kaufmann – Udos Weggefährte in alten ACCEPT-Zeiten bereits – und Gitarrist Igo Gianola gab Dirkschneider gezwungenermaßen den Anstoß, U.D.O. soundtechnisch völlig neu aufzustellen. Gemeinsam mit Bassist Fitty Wienhold und Schlagzeuger Francesco Jovino entwickelte sich der sehr Groove-orientierte Klang von Kaufmanns Produktionsarbeit in einen sehr viel wärmeren und organischeren.

„Ich erlebe so manches Deja Vu während der Produktion und fühlte mich wie in eine Zeitmaschine gesetzt und zurück in die Anfangstage transportiert“, beschreibt Udo Dirkschneider, was er während der Entstehung von Steelhammer erlebte. „Als Stefan die Band aus gesundheitlichen Gründen verlassen musste, wurden wir quasi von einem Tag auf den nächsten ins kalte Wasser geworfen. Es waren nur wir, die wir uns selbst um die Produktion kümmern sollten. Dann setzten wir uns zusammen, tauschten Ideen aus und hatten ein paar Drinks zusammen – und genau dieses Szenario war die Zeitmaschine mit der wir uns zurückversetzt in die alten Tage fühlten. Wir spürten wie wir damals als Jungspunde ähnlich im kalten Wasser ruderten und etwas ganz Neues, ganz Großes in Angriff nehmen würden. Die Aufregung kam in uns zurück und die Stimmung übertrug sich auf die kompletten Studioarbeiten. Ich hatte ganz zu Anfang ja mal eine Produktionsfirma mit Michael Wagener und hatte dabei bereits einige Erfahrungen gesammelt – die erwachten so nach und nach alle wieder zum Leben. Man verlernt das Fahrradfahren nicht, wenn man es einmal beherrscht hat. Genauso ist es mit der Studioarbeit. Wir begannen also, alles genau wie damals zu machen – und schufen genau dadurch letztendlich etwas völlig Neues im Zusammenhang mit U.D.O. – irgendwie bin ich wieder zu Hause.“

Nach über 40 Jahren Zusammenarbeit bleiben Dirkschneider und Kaufmann gute Freunde. Lediglich ihre Zusammenarbeit musste aufgrund Kaufmanns schwerwiegender gesundheitlicher Probleme zu einem Ende finden. Dirkschneider fand in Bassist Wienhold einen neuen „partner in crime“ – nach über 15 Jahren gemeinsamer Bandgeschichte endeten die beiden nun damit, ein Album gemeinsam zu schreiben.

Steelhammer markiert auch den Einstieg zweier neuer Gitarristen – dem russischen Andrey Smirnov und dem Finnen Kasperi Heikkinen. Die beiden wurden aus über 300 Bewerbern ausgewählt als das Album bereits so gut wie fertig war. Smirnov wurde kurzerhand zu einer Audition einberufen und endete unmittelbar danach als neues Bandenmitglied. Heikkinen stieß erst zur Band, nachdem die Aufnahmen im Studio komplett beendet waren und gibt sein Debüt auf der derzeit laufenden Nordamerikatour.

Bereits jetzt lässt sich für Udo Dirkschneider ein ausschließlich positives Resümee ziehen: er empfindet U.D.O. als neu geboren. „Was ich an dem Album so mag ist, dass es sehr abwechslungsreich ist. Wir haben schnelle Nummern (‚Basta Ya‘, ‚Death Ride‘, ‚Stay True‘), eine richtige Ballade (‚Heavy Rain‘), und einige Uptempo-Songs (‚Timekeeper‘, ‚King Of Mean‘, ‚Metal Machine‘, ‚Steelhammer‘)“, so Dirkschneider. „Nach 14 Alben mit U.D.O. und 10 mit ACCEPT habe ich einfach nicht mehr das Gefühl – und versteht mich jetzt nicht falsch – auf Gedeih und Verderb ganz furchtbar „Heavy Metal“ sein zu müssen. Wir können auch mal bluesig oder groovend. Unser Trademark haben wir ohnehin längst etabliert und es funktioniert in den unterschiedlichsten Tempi und Rhythmen. Falls wir mal das Gefühl haben sollten, ein Song würde dank einer Flöte noch besser klingen, würde ich vermutlich sogar die inzwischen einbauen (lacht).“

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