Programmkino: Back for Good [FSK 12]

Deutsche Mediensatire mit viel Humor

Die Reality-TV-Karriere von Angie (Kim Riedle) geht gerade ziemlich den Bach runter. Nachdem die Anfang 30-Jährige als PR-Aktion einen Drogenentzug hinter sich gebracht hat, will sie einen Platz als Kandidatin im quotenstarken „Dschungelcamp“ ergattern. Doch als ihr Lover und Manager ihr den Laufpass gibt, rückt das TV-Comeback in weite Ferne und die von ihren vermeintlichen Freunden ignorierte Angie kehrt vorerst in ihr Heimatkaff zur Familie zurück. In der alten Heimat warten ihre fordernde Mutter Monika (Juliane Köhler), die den illustren Lebenswandel der Tochter kritisch beäugt, und Angies jüngere Schwester Kiki (Leonie Wesselow), eine Epileptikerin, die mit der Pubertät und Cyber-Mobbing ringt. Als die herzkranke Mutter ins Krankenhaus kommt, muss Angie Verantwortung für Kiki übernehmen.
In filmischer Hinsicht liefert Mia Spengler eine durchweg gelungene Arbeit ab. Vor allem die bewegliche Kameraführung von Falko Lachmund, der nah an den Figuren bleibt, trägt entscheidend zum Flow des Films bei, der auch im treibenden Soundtrack widerhallt. Dass Spengler bei allem Humor nie das Gefühlsleben ihrer Hauptfigur aus den Augen verliert, verleiht der Mediensatire eine gerade für ein Kinodebüt bemerkenswerte Vielschichtigkeit.
Ab 19 Uhr gibt es wie immer Sushi - Schüler und Studenten zahlen keinen Eintritt.