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Programmkino: Renn, wenn du kannst

Ein heiterer Film über ein ernstes Thema...

Regisseur Dietrich Brüggemann gelingt mit seinem Film ein Kunststück. Ein Rollstuhlfahrer, dessen Zivi und eine Frau verlieben sich ineinander, und trotzdem kommt kein Kitsch dabei heraus.
Was da aus einem Fenster flattert, ist die Magisterarbeit des querschnittsgelähmten Ben (Robert Gwisdek). Der kann seinem Dasein nicht viel abgewinnen, nur die Zivis, von denen er sich durch den Alltag helfen lassen muss und die von ihm zum Dank mit sarkastischen Kommentaren eingedeckt werden, bieten ihm ein wenig Abwechslung. Außerdem ist da noch das Mädchen mit dem Cello, dem Ben seit zwei Jahren mit seinem Fernglas sehnsüchtig nachschaut. Als Annika (Anna Brüggemann) auf ihrem Weg zur Musikhochschule mit dem Fahrrad beinahe Bens neuen Zivi Christian (Jacob Matschenz) überfährt, treffen die Schicksale der drei aufeinander. So wird aus einer zufälligen Begegnung eine Freundschaft, und schließlich kommt es, wie es kommen muss. Beide Männer verlieben sich in Annika, die wiederum beiden so unterschiedlichen Typen gleich zugeneigt ist.
Was vom Regisseur Dietrich Brüggemann wie eine klassische Dreiecksbeziehung angelegt wird, kreist ab der zweiten Hälfte des Films immer mehr um Ben. Die Traumwelt, die er zusammen mit den beiden anderen entwirft, und der unausweichliche Konflikt mit Christian konfrontieren Ben mit den Dämonen seiner Vergangenheit. All das hört sich sehr nach Drama an, tatsächlich bewegt sich Renn, wenn du kannst zwischen den Genres. Die evozierten Stimmungen im Film schwanken teilweise enorm, das Tragikomische operiert im ständigen Wechsel seiner Pole.
Schüler und Studenten bezahlen keinen Eintritt. Ab 19 Uhr gibt es wieder Sushi und Suppe.
http://www.rennwenndukannst.de/

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