Programmkino: Das Herz von Jenin

...die bewegendste Doku seit langem.


Die begeisterte Resonanz auf unser kleines Filmfest im Sommer,
hat uns für die neue Kinosaison wieder richtig motiviert die
bewegendsten, schönsten und ungewöhnlichsten Filme im
Kaminwerk zu zeigen. Und der Kinojahrgang 2009 ist ein richtig
guter. Vorab war zwar schon konkurrenzlos Kommissar Kluftinger
auf Spurensuche im Kaminwerk, die eigentliche Kinosaison leiten
wir jedoch mit „Das Herz von Jenin“ ein.
Was der Palästinenser Ismael Khatib getan hat, ist eine zutiefst
menschliche Geste. Sein 12-jähriger Sohn Ahmed wird 2005 von
der Kugel eines israelischen Soldaten im Kopf getroffen. Die Ärzte
im Krankenhaus können nur noch seinen Hirntod feststellen.
Ein tragisches und bitteres Ereignis. Mit einer Organspende
könnten israelische Kinder, unabhängig von ihrer Religion,
gerettet werden. Plötzlich war da die Möglichkeit, anderen
Kindern zu helfen, dass Ahmed zumindest in diesen Kindern
irgendwie weiterlebt. Ismael und seine Frau Abla müssen sich
schnell entscheiden. Sie spenden die Organe an sechs Patienten,
von denen ein Säugling die Operation nicht überlebt.
Zwei Jahre später begibt sich Ismael Khatib auf eine Reise,
um drei der Kinder zu besuchen und wird dabei von dem
deutschen Regisseur Marcus Vetter und seinem israelischen
Kollegen Leon Geller begleitet. Dank der Spende, können das
drusische Mädchen Samah, der Beduinensohn Mohammed und
die jüdisch-orthodoxe Menuha weiterleben. So harmonisch,
wie man nun glauben möchte, lauft das Zusammentreffen
zwischen Jakoov Levinson, dem strenggläubigen Vater von
Menuha, und Ismael Khatib jedoch nicht ab. Levinson glaubt
nicht an eine Aussöhnung zwischen Arabern und Juden. Auch
Khatib ist kein Übermensch und hat in seiner Vergangenheit
öfters auch Gewalt gegen die israelischen Gegner angewandt.
Als er die Gelegenheit bekommen hat, hat er jedoch das Richtige
getan. Wenn das mehr Menschen in diesem Konflikt gelingen würde,
wäre dies ein Grund zur Hoffnung. Ein absolut sehenswerter Film,
der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde.

Schüler und Studenten bezahlen keinen Eintritt.
Ab 19 Uhr gibt es wieder leckeres Sushi.

http://www.arsenalfilm.de/herz-von-jenin/

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