Filmfestival: Holy Motors

Ein unbeschreiblicher Film, der einen ohne 3D-Brille in eine andere Filmdimension entführt [FSK 16]

Das Kaminwerk bietet wieder vier Filme an vier Abenden. Unser Filmfestival startet mit dem Film "Holy Motors".
Am Morgengrauen erwacht Monsieur Oscar (Denis Lavant) aus einem Traum. Darauf bricht er durch seine Schlafzimmerwand und gelangt über einen Korridor direkt in einen Kinosaal. Es ist der Beginn einer surrealen und assoziativen Reise durch Paris. Von einer Chauffeurin (Edith Scob) wird er in einer weißen Limousine zu unterschiedlichen Orten in und um Paris gefahren. Von Station zu Station ändert sich Oscars Charakter. Der Mann mit mehreren Gesichtern, der gleichzeitig mehrere Leben lebt und zwischen ihnen wechselt ist mal Bettler, Mörder, Familienvater, Geschäftsführer oder eine monströse Kreatur. Mit jedem Charakterwechsel werden die Motive unklarer und der Trip wird zu einer Reise, in der sich Realität, Träume und Reflexionen über das Kino zu einem undurchschaubaren Geflecht verweben.
Der Franzose Leos Carax ist ein so beispiellos stilbewusster wie wagemutiger Filmemacher. In den Achtzigern prägte er die filmische Strömung des „Cinéma du look". Seine kleinen Dramen, seine persönlichen Geschichten und seine Genre-Stoffe sind wahre Filmfeste, die gleichermaßen sinnlich und intellektuell faszinieren. 2012 meldete sich die verschollene Legende mit dem kühnen Genremix „Holy Motors" im Wettbewerb von Cannes zurück, ein starkes Comeback, mit dem Carax einmal mehr seinen Hang zur Extravaganz und zur überbordenden Gestaltungslust auslebt.
Ab 19 Uhr wieder Sushi und Suppe - für Schüler und Studenten frei!
http://www.holy-motors.de/

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